Neues Heizungsgesetz: Gasheizung vs. Wärmepumpe im Kostenvergleich
Eine IW-Studie zeigt: Neue Gas- und Ölheizungen könnten die Heizkosten bis 2040 verdoppeln. Warum die Wärmepumpe für Eigentümer die stabilere Wahl ist.
Auch wenn das überarbeitete Gebäudeenergiegesetz (GEG) den Einbau von fossilen Öl- und Gasheizungen unter bestimmten Auflagen vorerst wieder erlaubt, sollten Immobilieneigentümer nicht vorschnell handeln. Eine aktuelle Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) belegt eindrucksvoll: Wer jetzt noch auf eine klassische Gas- oder Ölheizung setzt, droht langfristig in eine finanzielle Sackgasse zu geraten.
Die Studienergebnisse: Verdopplung der Heizkosten bis 2040?
Für einen durchschnittlichen Haushalt in einer teilsanierten Altbauwohnung ergibt die Modellrechnung des IW eine deutliche Tendenz:
- Gas- und Ölheizungen: Die jährlichen Heizkosten könnten von aktuell rund 1.080 Euro (2026) auf fast 2.000 Euro im Jahr 2040 steigen.
- Wärmepumpen: Hier bleiben die laufenden Kosten weitgehend stabil. Über die Jahre hinweg sparen Eigentümer und Nutzer im Vergleich jährlich mehrere hundert Euro.
Warum steigen die Preise für Gas und Öl so stark?
Der Haupttreiber für den drastischen Preisanstieg ist nicht nur die stufenweise Erhöhung des CO2-Preises, sondern vor allem die gesetzlich vorgeschriebene Beimischung erneuerbarer Gase (wie Biomethan oder grünem Wasserstoff). Biomethan ist im Einkaufsmarkt deutlich teurer als herkömmliches Erdgas – und diese Kosten schlagen direkt auf die Endverbraucher durch.
Was bedeutet das für Vermieter und Mieter?
Für Vermieter gewinnt das Thema Heizungstausch doppelt an Bedeutung. Zwar ist die Kostenverteilung der CO2-Abgabe zwischen Vermietern und Mietern gesetzlich geregelt und der Vermieteranteil gedeckelt, dennoch wirken sich hohe Heizkosten direkt auf die Attraktivität und den Wert der Immobilie aus:
- Warmmiete & Vermietbarkeit: Steigende Nebenkosten belasten die Mieter. Das Risiko von Mietrückständen oder Leerstand steigt bei ineffizienten Heizsystemen.
- Immobilienwert: Gebäude mit moderner, zukunftsfähiger Haustechnik (wie einer Wärmepumpe) sichern ihren Wert deutlich besser am Markt ab als Objekte mit fossiler Alt-Technik.
Fazit für Eigentümer: Die kurzfristig günstigere Anschaffung einer Gasheizung wird durch die drastisch steigenden Betriebskosten der kommenden 10 bis 15 Jahre schnell aufgefressen.